Ein Starttermin für die Übertragung von terrestrischen HDTV Inhalten per Antenne steht weiterhin in den Sternen. Der Vorsitzende der Technik- und Produktions-Kommission der ARD Heinz Joachim Weber wollte in der Februar Ausgabe des „Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk“ keine Aussage bezüglich eines Zeitpunktes machen, in dem der Nachfolgestandard des sehr beliebten und erfolgreichen DVB-T Standards (DVB-T2) in den Regelbetrieb geht. Während in anderen Ländern wie beispielsweise in Frankreich und Großbritannien HDTV per Antenne (DVB-T2) schon Alltag ist, zieht sich die Einführung in Deutschland hin.

Die Einführung von DVB-T2 sei von „zahlreichen ungeklärten Fragen begleitet“. Beispielsweise sei noch ungeklärt, ob es dem öffentlichen Rundfunk gelingt, den zusätzlich notwendigen Frequenzbereich für eine Simultcastbetrieb von DVB-T und DVB-T2 sicherzustellen. Laut Bundesnetzagentur würden zurzeit keine Frequenzen für DVB-T2 freigehalten werden. Gleichzeitig könne man keine weiteren analogen Angebote zu Gunsten von DVB-T2 abschalten.

Damit ist die Zukunft von DVB-T2 in Deutschland weiterhin offen. Lediglich in einem Pilotprojekt zu DVB-T2 in Niedersachsen wurden erste Erfahrungen mit dem neuen Standard gesammelt.

DVB-T2 erlaubt durch den Einsatz von MPEG4 statt MPEG2 eine effizientere Kompression, womit mehr Daten in einem Band untergebracht werden können. Weitere Vorteile sind die erhöhte Umschaltgeschwindigkeit zwischen den Programmen, sowie die höhere Signalzuverlässigkeit, was ein besseren Empfang auch in ungünstigeren Lagen ermöglichen. Für den Empfang von DVB-T2 Signalen muss man jedoch einen neuen Receiver kaufen, da die aktuellen DVB-T Receiver die DVB-T2 Signale nicht verarbeiten können.

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